Geschichte Verein

 

Im Jahr 2005: 10 Jahre Museumsverein

Signet MVB
Wappen Bellikon

In unserem Logo haben wir sinnbildlich eine Sanduhr; nicht nur der Sand rinnt, sondern auch die Zeit. – Aber die 10 Jahre sind nicht einfach so verronnen, wir konnten doch einige Ziele erreichen und möchten mit Ihnen diese Zeitspanne nochmals Revue passieren lassen.


Es begann im Herbst 1995 mit einem Aufruf in der Presse, ob es wohl möglich sei, in Bellikon Interesse für ein Ortsmuseum zu wecken. Und siehe da, es meldeten sich mehrere Eingesessene und Zugezogene, welche in einer Arbeitsgruppe die Gründung des Museumsvereines vorbereiteten und sich anlässlich der Gründungsversammlung auch gleich in den Vorstand wählen liessen.

 

Die unentwegte Vereinsgründer am 23.4.1996: v.l.n.r. Alice Gehri, Bernadette Kaufmann, 
Josef Monn, Markus Voser, Peter Gysi,  Erhard Riesen, Othmar Steger

Ein Ausschnitt aus unseren Statuten, Punkt 2:


Der Zweck des Vereins ist es, zur Erlangung von Kenntnissen über die Geschichte von Bellikon und seiner näheren Umgebung beizutragen, Informationen und Gegenstände zu sammeln, diese zu erhalten und in geeigneter Art der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Verein verfolgt diesen Zweck durch den Aufbau und den Betrieb eines Museums in Bellikon. Der Verein ist politisch und konfessionell neutral und sucht eine enge Zusammenarbeit mit Behörden, Vereinen und anderen Organisationen, welche den genannten Zweck verfolgen.


Bald nach der Vereinsgründung begannen wir mit dem Sammeln und Zusammentragen von Fotos und weiteren Akten und setzten uns als erstes Ziel die Durchführung einer Fotoausstellung. Vor allem unser leider viel zu früh verstorbenes Gründungsmitglied Bernadette Kaufmann sammelte im Dorf Fotos, welche von Erhard Riesen dann fein säuberlich zu Bildtafeln gestaltet wurden. Diese Ausstellung im Kirchenzentrum über das Wochenende vom 6.3. bis 8.3.1998 war ein grosser Erfolg.

Aus dem umfangreichen Ausstellungsmaterial entstand die Idee, die Bilder mit Texten zu ergänzen und festzuhalten und daraus entwickelte sich der Traum eines Bildbandes.

Doch vorher träumten wir den «Traum vom Raum»…


Für die Vorbereitung der Bildtafeln zur Fotoausstellung stellte uns Frau Silvia Frutiger ganz spontan und kostenlos das Untergeschoss des Terrassenhauses an der Haldenstrasse zur Verfügung. Dieses Angebot wussten wir als Übergangslösung sehr zu schätzen. Nach dem Wegzug von Frau Frutiger von Bellikon konnten wir, wiederum als Übergangslösung, ab 1.3.1999 die Wohnung im Kirchenzentrum mieten. Wir suchten mancherorts nach besseren Lösungen und konzentrierten uns dann auf die «alte Schmiede» des Gehri-Hauses. Wir wollten im Parterre einen Raum für kulturelle Veranstaltungen schaffen, im 1. Stock in den alten Räumen das Ortsmuseum  gestalten sowie im Dachgeschoss Lager, Archiv und Arbeitsraum einrichten. Leider gewannen wir an der Gemeindeversammlung vom 20.11.1998 nicht die erforderliche Unterstützung für einen Kredit von Fr. 300'000.–  für den Kauf und Ausbau, da uns der Gemeinderat das alte Schulhaus in Aussicht stellte. 


Nun griffen wir die Vision des Bildbandes wieder auf und suchten aus der Bevölkerung von Bellikon eine Arbeitsgruppe, welche sich dieser Idee verschrieb und nach Lösungen suchte. 


Daneben beschäftigten wir uns auch massgeblich an der Organisation und Gestaltung des Festaktes zum 100. Geburtstag von Robert Blum und konnten die musizierenden Vereine des Dorfes für die Wiederaufführung der «Belliker Kantate» gewinnen, welche Robert Blum für die Einweihung des neuen Schulhauses anno 1974 komponierte.

Bildband Bellikon damals und heute:


Ein steiniger Weg führte uns zum «Gipfelerlebnis» unserer kurzen Vereinsgeschichte: Anlässlich der Gemeindeversammlung vom 28.11.2003 konnten wir der Einwohnerschaft das Werk vorstellen und bereits über das erste Wochenende eine grosse Zahl der 1050 Bücher verkaufen. Anfänglich traute man uns dies zwar kaum zu, harzig «zimmerten» wir Gerüst um Gerüst, erste hoffnungsvolle Artikel wurden verfasst und nach und nach entstand aus dem ersten Konzept der Bildband. Das Wagnis wurde zum Erfolg. Ein ganz grosser Dank geht an alle Mitwirkenden und Sponsoren, welche uns auf dem steinigen Weg Halt gegeben haben.


v.l.n.r. 

Guido Wähli, Josef Monn, Elsa Mango, Erhard Riesen, Toni Scartazzini


dahinter: 

Franziska Siegenthaler, Elena Mango, Peter Gysi, Mona Helle


Bernadette Kaufmann und Hans Zimmermann waren beim Fototermin leider verhindert.

Altes Schulhaus - vom Schulzimmer zum Ortsmuseum:


Im Parterre konnten wir ab 1.10.2000 unser Material einlagern und einen guten Arbeitsraum finden. Nach und nach entstand im Erdgeschoss nebst Archiv und Arbeitsplatz unser Ortsmuseum.











Lehrer Hans Brunner 

(ca. 1960)

Anlässlich der Mitgliederversammlung vom 9. März 2005 konnten wir zu einem «Tag der offenen Tür» einladen. Vorgängig durften wir im Eingangsbereich noch den Toilettenraum dazugewinnen – ...zuerst als Lagerraum gedacht. Erhard Riesen hat uns aber eine bessere Lösung aufgezeigt, uns zu einem symbolischen Preis seine «Toilettensammlung» angeboten und dann selber beim Ausbau und bei der Gestaltung Hand angelegt und viele Stunden investiert. Aus der damaligen trostlosen Toilette hat Erhard Riesen für unseren Verein eine echte Perle unseres Museums geschaffen.

Ausblick in die nächste Dekade


Kenntnisse über die Dorfgeschichte vertiefen, Unterlagen, Akten und Fotos sammeln, ordnen und archivieren, Sonderausstellungen durchführen, vorderhand mit den engen Raumverhältnissen leben und vor allem den Fortbestand des Vereins sichern.

Museumsverein Bellikon, Februar 2006

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